Juhu, ich langweile mich - Ein interessanter Beitrag zum Thema kognitive Dissonanz.
Dies sind die Gedankennotizen eines Studenten der Wirtschaftspsychologie. Unabhängig, ehrlich und nicht fehlerfrei.
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Mittwoch, 28. März 2012
Donnerstag, 3. November 2011
Besitzt Du kulturelle Intelligenz?
Seit nun 50 Jahren besteht das Anwerberabkommen mit der
Türkei. Einen Beitritt der Türkei in die EU lehnt unsere Merkel allerdings ab.
Wer da einen Zusammenhang sieht, möge es mir bitte mitteilen.
Nichts desto trotz hat uns dieses Abkommen geprägt.
Natürlich hat dieser Handschlag seine Vor- und Nachteile mit sich gebracht.
Aber wie gehen wir damit um? Oft genug bekomme ich das Unverständnis gegenüber
unseren Immigranten zu hören. Hat es mit fehlender Integration zu tun? Oder der
fehlenden Kompetenz mit der Kultur umzugehen?
Wenn wir uns die Entwicklung in den Unternehmen ansehen,
kann man feststellen, dass in dieser Richtung ein Umdenken geschieht. Wo die
kulturelle Diversität früher als Gefahr eingestuft wurde, wird sie heute immer
mehr zum Gegenstand eigener Diversity-Abteilungen. Damit diese Integration
aber Erfolg hat, muss sich das Unternehmen mit vielerlei Fragen auseinander
setzen.
Wie unterschiedlich sind eigentlich meine Mitarbeiter?
Welche Ergebnisse können für die Arbeit erwartet werden?
Inwieweit hat Diversität einen Einfluss auf meine Produkte?
Welche Konsequenzen hat Diversität auf mein
Managementverhalten?
Mit diesen Fragen umgehen zu können, auf entsprechende
Einflüsse geschickt reagieren zu können. Toleranz gegenüber anderen Kulturen zu
zeigen. Das sind alles Aspekte, die die kulturelle Intelligenz ausmachen. Kulturen
sind oft mit Stereotypen verknüpft. Diese Stereotype bilden in unserem Gehirn
Konstrukte, mit denen wir unsere Welt ordnen können. Oft sind die Stereotype
leider auch negativ aufgeladen. Also müssen wir sensibel damit umgehen. Denn warum
sind Verhaltensweisen gleich negativ, nur weil sie nicht unserem Standard
entsprechen? Ist es nicht wesentlich reizvoller, ein Verständnis für diesen
Menschen zu entwickeln, der sich uns gegenüber so „anders“ verhält? Warum
versuchen wir nicht einen Kompromiss zu finden, mit denen beide Leben können
und unserer Gesellschaft einen großen Mehrwert bringen? Wir alle sind in der
Lage uns auf verschiedenen Ebenen zu bewegen, auch ohne unsere eigene Identität
zu verlieren. Mit interkultureller Flexibilität und vor allem Respekt.
Freitag, 7. Oktober 2011
Hast Du auch eine multiple Persönlichkeit?
Hören wir uns diesen Begriff an, fragen wir uns zu Recht,
welche Bedeutung sich dahinter verbirgt. Nehmen wir dieses Wort auseinander,
fallen uns die Worte „Persönlichkeit“ und „Psychologie“ ins Auge. Ist es also
die Psychologie der Persönlichkeit? Oder die Persönlichkeit der Psychologie?
Letztere würde allerdings voraussetzen, dass Psychologie eine eigene Identität
hat, gar ein Lebewesen ist. Das ist natürlich absurd. Aber was genau ist nun
Persönlichkeitspsychologie?
Einer allgemeingültigen Definition nach beschreibt die
Persönlichkeitspsychologie – oder auch differentielle Psychologie, als die
Wissenschaft über das Erleben und Verhalten eines Individuums. Und genau hier
haben wir auch die Abgrenzung zur Sozialpsychologie, welche sich im Allgemeinen
mit der Gruppe, bzw. dem Individuum in einer Gruppe auseinandersetzt.
Soweit so gut. Aber was macht die Persönlichkeit eines
Individuums aus? Nehmen wir hierzu mal das Individuum Mensch. Ein Mensch hat
also eine Persönlichkeit. Wobei die Persönlichkeit sehr viele Fassetten
beherbergt. Persönlichkeitsmerkmale können beispielsweise Eigenschaften sein,
die uns von anderen Menschen unterscheiden. Jeder von uns hat gewisse Merkmale,
die uns einzigartig machen. Deswegen passte der Begriff des Individuums sehr
gut. Mit diesen Merkmalen treten wir in der Umwelt auf. Dieses Auftreten hat
dabei auf andere Menschen einen nicht zu unterschätzenden Einfluss. Halt Stopp!
Hier gehen wir wieder in den Bereich der Sozialpsychologie. Puh, also gerade
noch so die Kurve gekriegt. Diese Merkmale zeigen wir aber nicht ständig. In
einigen Situationen können sie auftreten, und wiederrum in anderen Lagen
verborgen bleiben. Wobei wir hier beim Verhalten wären. Wenn wir also in
gewissen Situationen gelassen reagieren können, beispielsweise beim Lesen eines
Buches, so muss diese Gelassenheit beim Autofahren im Stadtverkehr zu
besonderen Stoßzeiten nicht unbedingt auch einen Ausdruck finden. Wir können
also sagen, dass wir in verschiedenen Situationen uns auf differente Weise
verhalten. Wir haben sozusagen eine multiple Persönlichkeit. Was sich im
Normalfall wie eine Krankheit anhört, ist im Normalfall aber eben völlig
normal. Die Kunst dabei liegt darin, diese Verhaltensweisen zu erkennen, um ein
nicht erwünschtes Verhalten entgegen steuern zu können.
Hier wären wir allerdings beim Thema Selbstreflexion. Hast
Du dir schon einmal Gedanken über dein Selbst gemacht? Dann hast Du dich
vielleicht dabei ertappt, wie Du dich darüber geärgert hast, dass Du in einer
bestimmten Situation nicht das von Dir gewünschte Verhalten gezeigt hast. Das ist aber nicht schlimm. Denn ein Großteil unserer Verhaltensweisen
aktiviert sich unbewusst. Steuerbar sind sie nur begrenzt. Zum Glück, könnte
man meinen. Denn wir Menschen wären wahrscheinlich nicht mehr individuell, wenn
wir uns in jeder Lage wie gewünscht verhalten würden, quasi wie uns unsere „Vorbilder“
suggerieren, wie wir uns zu verhalten haben. Und das wäre langweilig, oder?
In diesem Sinne, seien Sie eine multiple Persönlichkeit!
Sonntag, 11. September 2011
Kurze Pause
Wie Ihr an dem Datum meines letzten Post sehen könnt, hat sich in den letzten Tagen nicht viel getan. Das liegt sicherlich nicht daran, dass mir die Motivation flöten gegangen ist. Im Gegenteil. Je mehr ich überlege, welche Inhalte ich bieten könnte, umso mehr fallen mir ein. Allerdings rückt momentan die Klausurenphase näher. Das soll jetzt keine Entschuldigung für meinen Rückzug sein. Doch seit der letzten Woche habe ich auch mit einem einschneidenden Erlebnis familiärer Seite zu kämpfen. Zu diesem Punkt möchte ich mich jedenfalls noch einmal bei allen bedanken, die mich bei der Bewältigung unterstützen. Diejenigen, die mich persönlich näher kennen, wissen was gemeint ist. Ich werde mich jedenfalls bemühen, die Produktion an neuem Content in naher Zukunft wieder ins Laufen zu bringen. Bis dahin, wünsche ich euch natürlich nur das Beste.
Bis zum nächsten Eintrag!
Bis zum nächsten Eintrag!
Dienstag, 30. August 2011
Wie auch der Student seine Ziele erreicht
In Anlehnung an meinen letzten Blogpost stelle ich mir nun die Frage: Was für Aufgaben und Ziele stellt ihr euch, um nicht in völliger Antriebslosigkeit zu versinken? Was hält euch auf der Spur?
Oftmals wird jedes neue Jahr dazu missbraucht, solch' guten Vorsätze zu formulieren. Mit miserablem Erfolg. Schon nach Wochen stellt sich das Vorhaben ein, endlich mal mehr Sport zu treiben, oder mit dem Rauchen aufzuhören. Zugegeben, das sind Ziele, die sehr Allgemein gefasst sind. Und trotzdem stellen wir uns jedes Jahr solchen Herausforderungen. Und seien wir mal ehrlich, es gibt doch nicht demotivierendes, als sich Ziele zu setzen, die ersten viel zu hoch gestochen sind und zweitens nicht klar genug definiert sind. Denn nur wenn man seine Ziele klar vor Augen hat, ist man auch gewillt, diese zu erreichen.
Viele machen neben der viel zu allgemeinen Formulierung noch den Fehler, die Ziele in viel zu weiter Ferne rücken zu lassen. Wer schon einmal was vom Goal-Gradient-Effekt gehört hat, der weiß, was ich meine. Dies ist ein Alltagsphänomen, welchem wir immer wieder ausgesetzt sind. Denn je mehr wir uns einem Ziel nähern, desto mehr strengen wir uns an. Sollte es also nicht so sein, dass wir uns besser kleinere Ziele setzen, damit wir sie auch wirklich umsetzen? Natürlich sollten diese Ziele nicht zu anspruchslos sein, da sonst der Reiz des Erreichens verloren geht. Deswegen hielt ich auch das Vorhaben, täglich eine bestimmte Wortzahl über meinen Gedankenfluss zu verfassen, für durchaus machbar und trotzdem leistungsbezogen.
Und jetzt seid Ihr dran! Mit welchen Zielen motiviert Ihr euch?
Kleiner Lesetipp: Wer sich über den alltäglichen Wahnsinn und weiteren psychologischen Phänomenen in unserer Umwelt informieren möchte, dem kann ich das Buch "Ich denke, also spinn ich" von Daniel Rettig & Jochen Mai empfehlen.
Oftmals wird jedes neue Jahr dazu missbraucht, solch' guten Vorsätze zu formulieren. Mit miserablem Erfolg. Schon nach Wochen stellt sich das Vorhaben ein, endlich mal mehr Sport zu treiben, oder mit dem Rauchen aufzuhören. Zugegeben, das sind Ziele, die sehr Allgemein gefasst sind. Und trotzdem stellen wir uns jedes Jahr solchen Herausforderungen. Und seien wir mal ehrlich, es gibt doch nicht demotivierendes, als sich Ziele zu setzen, die ersten viel zu hoch gestochen sind und zweitens nicht klar genug definiert sind. Denn nur wenn man seine Ziele klar vor Augen hat, ist man auch gewillt, diese zu erreichen.
Viele machen neben der viel zu allgemeinen Formulierung noch den Fehler, die Ziele in viel zu weiter Ferne rücken zu lassen. Wer schon einmal was vom Goal-Gradient-Effekt gehört hat, der weiß, was ich meine. Dies ist ein Alltagsphänomen, welchem wir immer wieder ausgesetzt sind. Denn je mehr wir uns einem Ziel nähern, desto mehr strengen wir uns an. Sollte es also nicht so sein, dass wir uns besser kleinere Ziele setzen, damit wir sie auch wirklich umsetzen? Natürlich sollten diese Ziele nicht zu anspruchslos sein, da sonst der Reiz des Erreichens verloren geht. Deswegen hielt ich auch das Vorhaben, täglich eine bestimmte Wortzahl über meinen Gedankenfluss zu verfassen, für durchaus machbar und trotzdem leistungsbezogen.
Und jetzt seid Ihr dran! Mit welchen Zielen motiviert Ihr euch?
Kleiner Lesetipp: Wer sich über den alltäglichen Wahnsinn und weiteren psychologischen Phänomenen in unserer Umwelt informieren möchte, dem kann ich das Buch "Ich denke, also spinn ich" von Daniel Rettig & Jochen Mai empfehlen.
750words
Getrieben von der Suche nach neuen Möglichkeiten, meinen Blog ein wenig populärer zu machen, bin ich auf eine neue Idee gestoßen. "Write 750words per day". Inspiriert von der Webseite 750words.com habe ich nun neue Motivation gefasst, täglich diese Wortzahl zu erreichen. Wie ich gerade im ersten Versuch feststellen musste, ist das wirklich nicht viel. Aber wie soll mir das helfen, meinen Blog populärer zu machen? Bisher habe ich die Inhalte meiner Artikel aus einem Haufen von Literatur entwickelt. Und da ich mich momentan mit anderen Lerninhalten beschäftige, als der Psychologie, fehlen mir momentan die Ideen für neue Beiträge. Diese neue, mir selbst gestellte Aufgabe soll mir dabei verhelfen, meinen Gedankenfluss zu verschriftlichen, um daraus neue Ideen zu schöpfen. Ob das was bringt? Keine Ahnung. Die Testphase läuft noch und natürlich muss sich dieser neue Schritt erst einmal bei mir etablieren. D.h. ich muss mich regelmäßig dazu motivieren, mich hinzusetzen und diese Gedanken zu fassen. Erst dann, auf lange Sicht hin, kann ich in irgendeiner Art und Weise feststellen, ob es mir einen gewissen Mehrwert gebracht hat.
Sonntag, 21. August 2011
Der Druck von außen
Warum verhalten sich Menschen innerhalb von Gruppen bzw. in unserer Gesellschaft konform? Ist es, weil wir alle hirnlose Zombies sind, ohne eigenes Rückgrat, ohne Meinung und in unserer Welt völlig hilflos ausgesetzt? Diese Frage mit „Ja“ zu beantworten würde jetzt wohl ziemlich viele Gemüter erhitzen. Weshalb ich mich mal Konform verhalte. Natürlich nur, um nicht als Spinner abgestempelt zu werden.
Wir verhalten uns so, weil es viele Dinge für uns einfacher macht. Den ersten habe ich bereits indirekt genannt. Wir haben Angst vor Sanktionen seitens unserer Gesellschaft, oder der Gruppe in der wir uns befinden. Wir stehen hierbei unter dem sogenannten normativen Einfluss. Wir streben nach dem Bedürfnis akzeptiert zu werden. Wir Menschen sind in unserer Kultur gewissen Werten ausgesetzt, die es zu halten gilt. Menschen, die sich wider diese Werte verhalten, werden in der Regel mit Spot und Verachtung bestraft. Im schlimmsten Falle greift sogar der Staat in unsere Autonomie ein. Halten wir uns an die vorgelebten Werte, ist alles gut. Und das ist doch letztendlich unser Ziel, wir wollen Anerkennung in unserer Gruppe erreichen. Von ihnen respektiert und geschätzt werden. Dass es sich negativ auf uns auswirkt, wenn wir uns dem nicht gerecht verhalten, brauche ich wohl nicht zu betonen.
Stellen wir uns einmal die Situation vor, in dem wir das Geschrei einer Freundin aus dem Flur in der Uni hören. Nehmen wir es als ernstzunehmenden Hilferuf wahr, oder stempeln wir es als herum Alberei mit einen unserer Kommilitonen ab? Wir befinden uns also hier in einer Situation, die eindeutig mehrdeutig klingt. Je unsicherer wir uns sind, desto mehr unterstehen wir hier dem informationellen Einfluss. Nicht zu selten verlassen wir uns dabei auf der Verhalten anderer Personen, die sich in unserem Umkreis befinden. Wie wir bereits wissen, stehen wir in unserer Umwelt ständig unter einem gewissen Konformitätsdruck. Hören wir also nun das Geschrei einer Freundin, so nehmen wir Notiz von den Menschen, die uns umgeben. Wie verhalten die sich? Könnte dies einen Einfluss darauf haben, wie wir uns verhalten? Wenn Du auch dieses Verhalten zeigst, keine Angst, das hat nichts mit der im ersten Abschnitt genannten Hypothese zu tun. Das ist völlig normal. Denn in gewissen Situationen müssen wir uns schnell entscheiden können. Wir wollen beispielsweise unser Bedürfnis befriedigen, zu wissen, was richtig ist. Und manchmal haben wir nicht die Zeit, um uns ein genaueres Bild über eine Situation zu machen. Trotzdem müssen schnellstmöglich eine Entscheidung zu treffen. Deswegen ist es völlig legitim, sich auf andere zu verlassen. Natürlich kann dieser Schuss auch nach hinten losgehen. Nicht selten kommt es zu Vorfällen, in denen Delikte passieren, in denen der Täter unter den Augen der Passanten den Tatort ohne jeglichen Widerstand verlassen kann. Der Konformitätsdruck und das gleichzeitige Verlassen auf den Anderen kann also auch eine negative Folge haben. Es hilft uns aber, schnelle Entscheidungen treffen zu können.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie können wir dem widerstehen?
Wollen wir nun eine Entscheidung treffen, ob es legitim ist, der vorherrschenden Gruppenmeinung zu folgen, sollten wir uns die Frage stellen, ob vielleicht jemand in der Nähe ist, der die Situation besser einschätzen kann? Und vor allem, aus welchem Grund sollte die neben mir stehende Person mehr wissen als ich? Und inwiefern erscheint mir die Aktion des vermeintlichen Experten oder Besserwissenden als sinnvoll? Wir sollten aus nicht gänzlich auf unseren Menschenverstand verzichten.
Was aber tun, wenn die herrschende Meinung eine andere ist, als die wir sie besitzen? Wir also weiterhin dem normativen Einfluss unterstehen, obwohl wir für uns entschieden haben, einen anderen Weg einzuschlagen? Zunächst sollten wir uns erst einmal bewusst machen, dass es diesen Einfluss gibt. Ein Versuch könnte sein, andere zu finden, die mit deiner Meinung übereinstimmen, um so die Mehrheit von deiner subjektiven „richtigen“ Meinung zu überzeugen. Außerdem gibt es da noch den sogenannten Idiosynkrasiekredit! Was ist das schon wieder? Der sagt letztendlich nichts anderes aus, dass wenn wir uns hin und wieder nicht konform verhalten, wir uns unserer Bild gegenüber den anderen nicht direkt kaputt machen, wenn wir uns vorher schon öfters der Gruppe gegenüber konform – also wie gewünscht, verhalten haben. Quasi wie eine Prepaid Karte. Sie wird mit positivem Verhalten „aufgeladen“ und kann dann bei Bedarf verbraucht werden.
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