Mittwoch, 26. September 2012

Erste Eindrücke

Hallo,

wie in meinem engen Bekanntenkreis schon bekannt, befinde ich mich momentan in Buckingham in England und absolviere dort mein Auslandssemester.

Am Montag morgen um 3 machte ich mich also auf dem Weg nach Calais um die Fähre rechtzeitig zu bekommen. Hier fühlte ich mich schon wie ein kleiner Abenteurer, der sich auf den Weg auf die Insel macht um eine neue Welt zu entdecken. Mein Auto ist vollgepackt mit Klamotten und Utensilien, um die ersten Wochen problemlos überstehen zu können. Das Abenteuer ging weiter, als ich durch den stärksten Regen, den ich bis dato gesehen hatte, in Richtung Norden durchquerte. Später wurde mir bewusst, als ich die Nachrichten verfolgte, wie schwer dieser Wolkenbruch ausgefallen war.

Ich hätte nicht erwartet, dass mir das Fahren im Linksverkehr so leicht fällt. Echtes Englisches Feeling also. Linksverkehr und Regen ... und Kreisverkehre. Zumindest hier in Milton Keynes. Ich schätze in den letzten Tagen habe ich so viele Kreisverkehre durchquert, wie in meiner gesamten Karriere als Autofahrer noch nicht. Im Ernst, Milton Keynes ist voll davon. Ich habe gefühlte 100 mal mein Navigationsgerät auspacken müssen, um zurück zur Jugendherberge zu finden, weil jede Straße gleich aussieht. Danke Gott, das es diese Dinger gibt, und dabei bin ich sowas von absolut un-religiös. Who cares. Wenn das so weiter geht brauche ich bald auf der linken Seite neue Reifen...

Buckingham ist mir um einiges sympathischer. Ich mag diese kleinen Städtchen mit Charakter. Hier könnte ich mich wohlfühlen. Morgen beginnt der erste Tag an der Uni, ich bin gespannt was mich dort erwartet, dann gibt es auch wieder ein Update.

Cheers.

Donnerstag, 3. November 2011

Besitzt Du kulturelle Intelligenz?

Seit nun 50 Jahren besteht das Anwerberabkommen mit der Türkei. Einen Beitritt der Türkei in die EU lehnt unsere Merkel allerdings ab. Wer da einen Zusammenhang sieht, möge es mir bitte mitteilen.
Nichts desto trotz hat uns dieses Abkommen geprägt. Natürlich hat dieser Handschlag seine Vor- und Nachteile mit sich gebracht. Aber wie gehen wir damit um? Oft genug bekomme ich das Unverständnis gegenüber unseren Immigranten zu hören. Hat es mit fehlender Integration zu tun? Oder der fehlenden Kompetenz mit der Kultur umzugehen?
Wenn wir uns die Entwicklung in den Unternehmen ansehen, kann man feststellen, dass in dieser Richtung ein Umdenken geschieht. Wo die kulturelle Diversität früher als Gefahr eingestuft wurde, wird sie heute immer mehr zum Gegenstand eigener Diversity-Abteilungen. Damit diese Integration aber Erfolg hat, muss sich das Unternehmen mit vielerlei Fragen auseinander setzen.

Wie unterschiedlich sind eigentlich meine Mitarbeiter?
Welche Ergebnisse können für die Arbeit erwartet werden?
Inwieweit hat Diversität einen Einfluss auf meine Produkte?
Welche Konsequenzen hat Diversität auf mein Managementverhalten?

Mit diesen Fragen umgehen zu können, auf entsprechende Einflüsse geschickt reagieren zu können. Toleranz gegenüber anderen Kulturen zu zeigen. Das sind alles Aspekte, die die kulturelle Intelligenz ausmachen. Kulturen sind oft mit Stereotypen verknüpft. Diese Stereotype bilden in unserem Gehirn Konstrukte, mit denen wir unsere Welt ordnen können. Oft sind die Stereotype leider auch negativ aufgeladen. Also müssen wir sensibel damit umgehen. Denn warum sind Verhaltensweisen gleich negativ, nur weil sie nicht unserem Standard entsprechen? Ist es nicht wesentlich reizvoller, ein Verständnis für diesen Menschen zu entwickeln, der sich uns gegenüber so „anders“ verhält? Warum versuchen wir nicht einen Kompromiss zu finden, mit denen beide Leben können und unserer Gesellschaft einen großen Mehrwert bringen? Wir alle sind in der Lage uns auf verschiedenen Ebenen zu bewegen, auch ohne unsere eigene Identität zu verlieren. Mit interkultureller Flexibilität und vor allem Respekt.

Freitag, 7. Oktober 2011

Hast Du auch eine multiple Persönlichkeit?


Hören wir uns diesen Begriff an, fragen wir uns zu Recht, welche Bedeutung sich dahinter verbirgt. Nehmen wir dieses Wort auseinander, fallen uns die Worte „Persönlichkeit“ und „Psychologie“ ins Auge. Ist es also die Psychologie der Persönlichkeit? Oder die Persönlichkeit der Psychologie? Letztere würde allerdings voraussetzen, dass Psychologie eine eigene Identität hat, gar ein Lebewesen ist. Das ist natürlich absurd. Aber was genau ist nun Persönlichkeitspsychologie?
Einer allgemeingültigen Definition nach beschreibt die Persönlichkeitspsychologie – oder auch differentielle Psychologie, als die Wissenschaft über das Erleben und Verhalten eines Individuums. Und genau hier haben wir auch die Abgrenzung zur Sozialpsychologie, welche sich im Allgemeinen mit der Gruppe, bzw. dem Individuum in einer Gruppe auseinandersetzt.
Soweit so gut. Aber was macht die Persönlichkeit eines Individuums aus? Nehmen wir hierzu mal das Individuum Mensch. Ein Mensch hat also eine Persönlichkeit. Wobei die Persönlichkeit sehr viele Fassetten beherbergt. Persönlichkeitsmerkmale können beispielsweise Eigenschaften sein, die uns von anderen Menschen unterscheiden. Jeder von uns hat gewisse Merkmale, die uns einzigartig machen. Deswegen passte der Begriff des Individuums sehr gut. Mit diesen Merkmalen treten wir in der Umwelt auf. Dieses Auftreten hat dabei auf andere Menschen einen nicht zu unterschätzenden Einfluss. Halt Stopp! Hier gehen wir wieder in den Bereich der Sozialpsychologie. Puh, also gerade noch so die Kurve gekriegt. Diese Merkmale zeigen wir aber nicht ständig. In einigen Situationen können sie auftreten, und wiederrum in anderen Lagen verborgen bleiben. Wobei wir hier beim Verhalten wären. Wenn wir also in gewissen Situationen gelassen reagieren können, beispielsweise beim Lesen eines Buches, so muss diese Gelassenheit beim Autofahren im Stadtverkehr zu besonderen Stoßzeiten nicht unbedingt auch einen Ausdruck finden. Wir können also sagen, dass wir in verschiedenen Situationen uns auf differente Weise verhalten. Wir haben sozusagen eine multiple Persönlichkeit. Was sich im Normalfall wie eine Krankheit anhört, ist im Normalfall aber eben völlig normal. Die Kunst dabei liegt darin, diese Verhaltensweisen zu erkennen, um ein nicht erwünschtes Verhalten entgegen steuern zu können.
Hier wären wir allerdings beim Thema Selbstreflexion. Hast Du dir schon einmal Gedanken über dein Selbst gemacht? Dann hast Du dich vielleicht dabei ertappt, wie Du dich darüber geärgert hast, dass Du in einer bestimmten Situation nicht das von Dir gewünschte Verhalten gezeigt hast. Das ist aber nicht schlimm. Denn ein Großteil unserer Verhaltensweisen aktiviert sich unbewusst. Steuerbar sind sie nur begrenzt. Zum Glück, könnte man meinen. Denn wir Menschen wären wahrscheinlich nicht mehr individuell, wenn wir uns in jeder Lage wie gewünscht verhalten würden, quasi wie uns unsere „Vorbilder“ suggerieren, wie wir uns zu verhalten haben. Und das wäre langweilig, oder?

In diesem Sinne, seien Sie eine multiple Persönlichkeit!

Sonntag, 11. September 2011

Kurze Pause

Wie Ihr an dem Datum meines letzten Post sehen könnt, hat sich in den letzten Tagen nicht viel getan. Das liegt sicherlich nicht daran, dass mir die Motivation flöten gegangen ist. Im Gegenteil. Je mehr ich überlege, welche Inhalte ich bieten könnte, umso mehr fallen mir ein. Allerdings rückt momentan die Klausurenphase näher. Das soll jetzt keine Entschuldigung für meinen Rückzug sein. Doch seit der letzten Woche habe ich auch mit einem einschneidenden Erlebnis familiärer Seite zu kämpfen. Zu diesem Punkt möchte ich mich jedenfalls noch einmal bei allen bedanken, die mich bei der Bewältigung unterstützen. Diejenigen, die mich persönlich näher kennen, wissen was gemeint ist. Ich werde mich jedenfalls bemühen, die Produktion an neuem Content in naher Zukunft wieder ins Laufen zu bringen. Bis dahin, wünsche ich euch natürlich nur das Beste.

Bis zum nächsten Eintrag!

Dienstag, 30. August 2011

Wie auch der Student seine Ziele erreicht

In Anlehnung an meinen letzten Blogpost stelle ich mir nun die Frage: Was für Aufgaben und Ziele stellt ihr euch, um nicht in völliger Antriebslosigkeit zu versinken? Was hält euch auf der Spur?
Oftmals wird jedes neue Jahr dazu missbraucht, solch' guten Vorsätze zu formulieren. Mit miserablem Erfolg. Schon nach Wochen stellt sich das Vorhaben ein, endlich mal mehr Sport zu treiben, oder mit dem Rauchen aufzuhören. Zugegeben, das sind Ziele, die sehr Allgemein gefasst sind. Und trotzdem stellen wir uns jedes Jahr solchen Herausforderungen. Und seien wir mal ehrlich, es gibt doch nicht demotivierendes, als sich Ziele zu setzen, die ersten viel zu hoch gestochen sind und zweitens nicht klar genug definiert sind. Denn nur wenn man seine Ziele klar vor Augen hat, ist man auch gewillt, diese zu erreichen.
Viele machen neben der viel zu allgemeinen Formulierung noch den Fehler, die Ziele in viel zu weiter Ferne rücken zu lassen. Wer schon einmal was vom Goal-Gradient-Effekt gehört hat, der weiß, was ich meine. Dies ist ein Alltagsphänomen, welchem wir immer wieder ausgesetzt sind. Denn je mehr wir uns einem Ziel nähern, desto mehr strengen wir uns an. Sollte es also nicht so sein, dass wir uns besser kleinere Ziele setzen, damit wir sie auch wirklich umsetzen? Natürlich sollten diese Ziele nicht zu anspruchslos sein, da sonst der Reiz des Erreichens verloren geht. Deswegen hielt ich auch das Vorhaben, täglich eine bestimmte Wortzahl über meinen Gedankenfluss zu verfassen, für durchaus machbar und trotzdem leistungsbezogen.

Und jetzt seid Ihr dran! Mit welchen Zielen motiviert Ihr euch?

Kleiner Lesetipp: Wer sich über den alltäglichen Wahnsinn und weiteren psychologischen Phänomenen in unserer Umwelt informieren möchte, dem kann ich das Buch "Ich denke, also spinn ich" von Daniel Rettig & Jochen Mai empfehlen.

750words

Getrieben von der Suche nach neuen Möglichkeiten, meinen Blog ein wenig populärer zu machen, bin ich auf eine neue Idee gestoßen. "Write 750words per day". Inspiriert von der Webseite 750words.com habe ich nun neue Motivation gefasst, täglich diese Wortzahl zu erreichen. Wie ich gerade im ersten Versuch feststellen musste, ist das wirklich nicht viel. Aber wie soll mir das helfen, meinen Blog populärer zu machen? Bisher habe ich die Inhalte meiner Artikel aus einem Haufen von Literatur entwickelt. Und da ich mich momentan mit anderen Lerninhalten beschäftige, als der Psychologie, fehlen mir momentan die Ideen für neue Beiträge. Diese neue, mir selbst gestellte Aufgabe soll mir dabei verhelfen, meinen Gedankenfluss zu verschriftlichen, um daraus neue Ideen zu schöpfen. Ob das was bringt? Keine Ahnung. Die Testphase läuft noch und natürlich muss sich dieser neue Schritt erst einmal bei mir etablieren. D.h. ich muss mich regelmäßig dazu motivieren, mich hinzusetzen und diese Gedanken zu fassen. Erst dann, auf lange Sicht hin, kann ich in irgendeiner Art und Weise feststellen, ob es mir einen gewissen Mehrwert gebracht hat.