Hallo,
wie in meinem engen Bekanntenkreis schon bekannt, befinde ich mich momentan in Buckingham in England und absolviere dort mein Auslandssemester.
Am Montag morgen um 3 machte ich mich also auf dem Weg nach Calais um die Fähre rechtzeitig zu bekommen. Hier fühlte ich mich schon wie ein kleiner Abenteurer, der sich auf den Weg auf die Insel macht um eine neue Welt zu entdecken. Mein Auto ist vollgepackt mit Klamotten und Utensilien, um die ersten Wochen problemlos überstehen zu können. Das Abenteuer ging weiter, als ich durch den stärksten Regen, den ich bis dato gesehen hatte, in Richtung Norden durchquerte. Später wurde mir bewusst, als ich die Nachrichten verfolgte, wie schwer dieser Wolkenbruch ausgefallen war.
Ich hätte nicht erwartet, dass mir das Fahren im Linksverkehr so leicht fällt. Echtes Englisches Feeling also. Linksverkehr und Regen ... und Kreisverkehre. Zumindest hier in Milton Keynes. Ich schätze in den letzten Tagen habe ich so viele Kreisverkehre durchquert, wie in meiner gesamten Karriere als Autofahrer noch nicht. Im Ernst, Milton Keynes ist voll davon. Ich habe gefühlte 100 mal mein Navigationsgerät auspacken müssen, um zurück zur Jugendherberge zu finden, weil jede Straße gleich aussieht. Danke Gott, das es diese Dinger gibt, und dabei bin ich sowas von absolut un-religiös. Who cares. Wenn das so weiter geht brauche ich bald auf der linken Seite neue Reifen...
Buckingham ist mir um einiges sympathischer. Ich mag diese kleinen Städtchen mit Charakter. Hier könnte ich mich wohlfühlen. Morgen beginnt der erste Tag an der Uni, ich bin gespannt was mich dort erwartet, dann gibt es auch wieder ein Update.
Cheers.
Dies sind die Gedankennotizen eines Studenten der Wirtschaftspsychologie. Unabhängig, ehrlich und nicht fehlerfrei.
Labels
Auslandssemester
(3)
Diversity Management
(1)
Generation Y
(1)
Gesellschaft
(1)
Kognitionen
(1)
Konsumforschung
(1)
Kultur
(1)
Kulturpsychologie
(3)
Persönlichkeit
(4)
Psychologie
(14)
Sonstiges
(4)
Sozialpsychologie
(5)
Stereotype
(3)
Vorurteile
(3)
Wahrnehmung
(2)
Wirtschaft
(2)
Wirtschaftspsychologie
(1)
Mittwoch, 26. September 2012
Mittwoch, 28. März 2012
Studentische Selbsttäuschung
Juhu, ich langweile mich - Ein interessanter Beitrag zum Thema kognitive Dissonanz.
Donnerstag, 3. November 2011
Besitzt Du kulturelle Intelligenz?
Seit nun 50 Jahren besteht das Anwerberabkommen mit der
Türkei. Einen Beitritt der Türkei in die EU lehnt unsere Merkel allerdings ab.
Wer da einen Zusammenhang sieht, möge es mir bitte mitteilen.
Nichts desto trotz hat uns dieses Abkommen geprägt.
Natürlich hat dieser Handschlag seine Vor- und Nachteile mit sich gebracht.
Aber wie gehen wir damit um? Oft genug bekomme ich das Unverständnis gegenüber
unseren Immigranten zu hören. Hat es mit fehlender Integration zu tun? Oder der
fehlenden Kompetenz mit der Kultur umzugehen?
Wenn wir uns die Entwicklung in den Unternehmen ansehen,
kann man feststellen, dass in dieser Richtung ein Umdenken geschieht. Wo die
kulturelle Diversität früher als Gefahr eingestuft wurde, wird sie heute immer
mehr zum Gegenstand eigener Diversity-Abteilungen. Damit diese Integration
aber Erfolg hat, muss sich das Unternehmen mit vielerlei Fragen auseinander
setzen.
Wie unterschiedlich sind eigentlich meine Mitarbeiter?
Welche Ergebnisse können für die Arbeit erwartet werden?
Inwieweit hat Diversität einen Einfluss auf meine Produkte?
Welche Konsequenzen hat Diversität auf mein
Managementverhalten?
Mit diesen Fragen umgehen zu können, auf entsprechende
Einflüsse geschickt reagieren zu können. Toleranz gegenüber anderen Kulturen zu
zeigen. Das sind alles Aspekte, die die kulturelle Intelligenz ausmachen. Kulturen
sind oft mit Stereotypen verknüpft. Diese Stereotype bilden in unserem Gehirn
Konstrukte, mit denen wir unsere Welt ordnen können. Oft sind die Stereotype
leider auch negativ aufgeladen. Also müssen wir sensibel damit umgehen. Denn warum
sind Verhaltensweisen gleich negativ, nur weil sie nicht unserem Standard
entsprechen? Ist es nicht wesentlich reizvoller, ein Verständnis für diesen
Menschen zu entwickeln, der sich uns gegenüber so „anders“ verhält? Warum
versuchen wir nicht einen Kompromiss zu finden, mit denen beide Leben können
und unserer Gesellschaft einen großen Mehrwert bringen? Wir alle sind in der
Lage uns auf verschiedenen Ebenen zu bewegen, auch ohne unsere eigene Identität
zu verlieren. Mit interkultureller Flexibilität und vor allem Respekt.
Freitag, 7. Oktober 2011
Hast Du auch eine multiple Persönlichkeit?
Hören wir uns diesen Begriff an, fragen wir uns zu Recht,
welche Bedeutung sich dahinter verbirgt. Nehmen wir dieses Wort auseinander,
fallen uns die Worte „Persönlichkeit“ und „Psychologie“ ins Auge. Ist es also
die Psychologie der Persönlichkeit? Oder die Persönlichkeit der Psychologie?
Letztere würde allerdings voraussetzen, dass Psychologie eine eigene Identität
hat, gar ein Lebewesen ist. Das ist natürlich absurd. Aber was genau ist nun
Persönlichkeitspsychologie?
Einer allgemeingültigen Definition nach beschreibt die
Persönlichkeitspsychologie – oder auch differentielle Psychologie, als die
Wissenschaft über das Erleben und Verhalten eines Individuums. Und genau hier
haben wir auch die Abgrenzung zur Sozialpsychologie, welche sich im Allgemeinen
mit der Gruppe, bzw. dem Individuum in einer Gruppe auseinandersetzt.
Soweit so gut. Aber was macht die Persönlichkeit eines
Individuums aus? Nehmen wir hierzu mal das Individuum Mensch. Ein Mensch hat
also eine Persönlichkeit. Wobei die Persönlichkeit sehr viele Fassetten
beherbergt. Persönlichkeitsmerkmale können beispielsweise Eigenschaften sein,
die uns von anderen Menschen unterscheiden. Jeder von uns hat gewisse Merkmale,
die uns einzigartig machen. Deswegen passte der Begriff des Individuums sehr
gut. Mit diesen Merkmalen treten wir in der Umwelt auf. Dieses Auftreten hat
dabei auf andere Menschen einen nicht zu unterschätzenden Einfluss. Halt Stopp!
Hier gehen wir wieder in den Bereich der Sozialpsychologie. Puh, also gerade
noch so die Kurve gekriegt. Diese Merkmale zeigen wir aber nicht ständig. In
einigen Situationen können sie auftreten, und wiederrum in anderen Lagen
verborgen bleiben. Wobei wir hier beim Verhalten wären. Wenn wir also in
gewissen Situationen gelassen reagieren können, beispielsweise beim Lesen eines
Buches, so muss diese Gelassenheit beim Autofahren im Stadtverkehr zu
besonderen Stoßzeiten nicht unbedingt auch einen Ausdruck finden. Wir können
also sagen, dass wir in verschiedenen Situationen uns auf differente Weise
verhalten. Wir haben sozusagen eine multiple Persönlichkeit. Was sich im
Normalfall wie eine Krankheit anhört, ist im Normalfall aber eben völlig
normal. Die Kunst dabei liegt darin, diese Verhaltensweisen zu erkennen, um ein
nicht erwünschtes Verhalten entgegen steuern zu können.
Hier wären wir allerdings beim Thema Selbstreflexion. Hast
Du dir schon einmal Gedanken über dein Selbst gemacht? Dann hast Du dich
vielleicht dabei ertappt, wie Du dich darüber geärgert hast, dass Du in einer
bestimmten Situation nicht das von Dir gewünschte Verhalten gezeigt hast. Das ist aber nicht schlimm. Denn ein Großteil unserer Verhaltensweisen
aktiviert sich unbewusst. Steuerbar sind sie nur begrenzt. Zum Glück, könnte
man meinen. Denn wir Menschen wären wahrscheinlich nicht mehr individuell, wenn
wir uns in jeder Lage wie gewünscht verhalten würden, quasi wie uns unsere „Vorbilder“
suggerieren, wie wir uns zu verhalten haben. Und das wäre langweilig, oder?
In diesem Sinne, seien Sie eine multiple Persönlichkeit!
Sonntag, 11. September 2011
Kurze Pause
Wie Ihr an dem Datum meines letzten Post sehen könnt, hat sich in den letzten Tagen nicht viel getan. Das liegt sicherlich nicht daran, dass mir die Motivation flöten gegangen ist. Im Gegenteil. Je mehr ich überlege, welche Inhalte ich bieten könnte, umso mehr fallen mir ein. Allerdings rückt momentan die Klausurenphase näher. Das soll jetzt keine Entschuldigung für meinen Rückzug sein. Doch seit der letzten Woche habe ich auch mit einem einschneidenden Erlebnis familiärer Seite zu kämpfen. Zu diesem Punkt möchte ich mich jedenfalls noch einmal bei allen bedanken, die mich bei der Bewältigung unterstützen. Diejenigen, die mich persönlich näher kennen, wissen was gemeint ist. Ich werde mich jedenfalls bemühen, die Produktion an neuem Content in naher Zukunft wieder ins Laufen zu bringen. Bis dahin, wünsche ich euch natürlich nur das Beste.
Bis zum nächsten Eintrag!
Bis zum nächsten Eintrag!
Dienstag, 30. August 2011
Wie auch der Student seine Ziele erreicht
In Anlehnung an meinen letzten Blogpost stelle ich mir nun die Frage: Was für Aufgaben und Ziele stellt ihr euch, um nicht in völliger Antriebslosigkeit zu versinken? Was hält euch auf der Spur?
Oftmals wird jedes neue Jahr dazu missbraucht, solch' guten Vorsätze zu formulieren. Mit miserablem Erfolg. Schon nach Wochen stellt sich das Vorhaben ein, endlich mal mehr Sport zu treiben, oder mit dem Rauchen aufzuhören. Zugegeben, das sind Ziele, die sehr Allgemein gefasst sind. Und trotzdem stellen wir uns jedes Jahr solchen Herausforderungen. Und seien wir mal ehrlich, es gibt doch nicht demotivierendes, als sich Ziele zu setzen, die ersten viel zu hoch gestochen sind und zweitens nicht klar genug definiert sind. Denn nur wenn man seine Ziele klar vor Augen hat, ist man auch gewillt, diese zu erreichen.
Viele machen neben der viel zu allgemeinen Formulierung noch den Fehler, die Ziele in viel zu weiter Ferne rücken zu lassen. Wer schon einmal was vom Goal-Gradient-Effekt gehört hat, der weiß, was ich meine. Dies ist ein Alltagsphänomen, welchem wir immer wieder ausgesetzt sind. Denn je mehr wir uns einem Ziel nähern, desto mehr strengen wir uns an. Sollte es also nicht so sein, dass wir uns besser kleinere Ziele setzen, damit wir sie auch wirklich umsetzen? Natürlich sollten diese Ziele nicht zu anspruchslos sein, da sonst der Reiz des Erreichens verloren geht. Deswegen hielt ich auch das Vorhaben, täglich eine bestimmte Wortzahl über meinen Gedankenfluss zu verfassen, für durchaus machbar und trotzdem leistungsbezogen.
Und jetzt seid Ihr dran! Mit welchen Zielen motiviert Ihr euch?
Kleiner Lesetipp: Wer sich über den alltäglichen Wahnsinn und weiteren psychologischen Phänomenen in unserer Umwelt informieren möchte, dem kann ich das Buch "Ich denke, also spinn ich" von Daniel Rettig & Jochen Mai empfehlen.
Oftmals wird jedes neue Jahr dazu missbraucht, solch' guten Vorsätze zu formulieren. Mit miserablem Erfolg. Schon nach Wochen stellt sich das Vorhaben ein, endlich mal mehr Sport zu treiben, oder mit dem Rauchen aufzuhören. Zugegeben, das sind Ziele, die sehr Allgemein gefasst sind. Und trotzdem stellen wir uns jedes Jahr solchen Herausforderungen. Und seien wir mal ehrlich, es gibt doch nicht demotivierendes, als sich Ziele zu setzen, die ersten viel zu hoch gestochen sind und zweitens nicht klar genug definiert sind. Denn nur wenn man seine Ziele klar vor Augen hat, ist man auch gewillt, diese zu erreichen.
Viele machen neben der viel zu allgemeinen Formulierung noch den Fehler, die Ziele in viel zu weiter Ferne rücken zu lassen. Wer schon einmal was vom Goal-Gradient-Effekt gehört hat, der weiß, was ich meine. Dies ist ein Alltagsphänomen, welchem wir immer wieder ausgesetzt sind. Denn je mehr wir uns einem Ziel nähern, desto mehr strengen wir uns an. Sollte es also nicht so sein, dass wir uns besser kleinere Ziele setzen, damit wir sie auch wirklich umsetzen? Natürlich sollten diese Ziele nicht zu anspruchslos sein, da sonst der Reiz des Erreichens verloren geht. Deswegen hielt ich auch das Vorhaben, täglich eine bestimmte Wortzahl über meinen Gedankenfluss zu verfassen, für durchaus machbar und trotzdem leistungsbezogen.
Und jetzt seid Ihr dran! Mit welchen Zielen motiviert Ihr euch?
Kleiner Lesetipp: Wer sich über den alltäglichen Wahnsinn und weiteren psychologischen Phänomenen in unserer Umwelt informieren möchte, dem kann ich das Buch "Ich denke, also spinn ich" von Daniel Rettig & Jochen Mai empfehlen.
750words
Getrieben von der Suche nach neuen Möglichkeiten, meinen Blog ein wenig populärer zu machen, bin ich auf eine neue Idee gestoßen. "Write 750words per day". Inspiriert von der Webseite 750words.com habe ich nun neue Motivation gefasst, täglich diese Wortzahl zu erreichen. Wie ich gerade im ersten Versuch feststellen musste, ist das wirklich nicht viel. Aber wie soll mir das helfen, meinen Blog populärer zu machen? Bisher habe ich die Inhalte meiner Artikel aus einem Haufen von Literatur entwickelt. Und da ich mich momentan mit anderen Lerninhalten beschäftige, als der Psychologie, fehlen mir momentan die Ideen für neue Beiträge. Diese neue, mir selbst gestellte Aufgabe soll mir dabei verhelfen, meinen Gedankenfluss zu verschriftlichen, um daraus neue Ideen zu schöpfen. Ob das was bringt? Keine Ahnung. Die Testphase läuft noch und natürlich muss sich dieser neue Schritt erst einmal bei mir etablieren. D.h. ich muss mich regelmäßig dazu motivieren, mich hinzusetzen und diese Gedanken zu fassen. Erst dann, auf lange Sicht hin, kann ich in irgendeiner Art und Weise feststellen, ob es mir einen gewissen Mehrwert gebracht hat.
Abonnieren
Posts (Atom)